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Aikido Anzug

Drei Silben – drei Einheiten:

AI – die Harmonie
KI – die Energie
DO – der Weg

Aikido bedeutet also übersetzt “Weg zur Harmonie der Kräfte”.

Mit dem Einsatz von kreisrunden und sprialförmigen Techniken wandelt der Aikidoka die Energie des Angreifers um, und führt sie auf ihn selbst zurück.

Besonderheit ist intelligente Defensive

Die Besonderheit des defensiven modernen Aikido, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba begründet wurde, ist die Tatsache, dass keine offensiven Angriffstechniken, sondern Sicherungs- und Abwehrtechniken eingesetzt werden.  Ein gegnerischer Angriff (Randori) soll abgewehrt werden, die eigene Kraft intelligent genutzt und der Gegner angriffsunfähig gemacht werden.Das Ziel ist nicht, ihn schwer zu verletzten.

Techniken

Wurftechniken (nage waza) und Haltetechniken (osae waza) bilden den  Hauptteil der Aikido-Techniken. Der Gegner soll intelligent zur Einsicht geführt werden, dass er sich wieder beruhigen muss. Trotzdem bietet die komplette Bandbreite des technischen Aikido theoretisch die Möglichkeiten, einem Angreifer schweren Schaden zuzufügen!

Kleidung

Als Kleidung trägt der Aikidoka den Aikidogi. Er ähnelt sehr einem Judogi und ist auch klassisch weiß.

Oberteil

Das Oberteil ist aus einem grob gewebten, reißfesten Baumwollstoff gefertigt, der jedoch etwas leichter ist als beim Judogi (unter 12 oz), denn die Greiftechniken sind etwas anders geartet. Dadurch wirkt er bequemer. Die Ärmel des Aikidogi sind auch etwas kürzer, da sie sonst beim Waffentraining stören würden und damit die Handgelenke frei sind.

Hakama

Ab dem 1. Dan wird ein Hakama getragen, das ist ein schwarzer oder dunkelblauer Hosenrock. Er hat eine wichtige Funktion. Beim Kampf mit dem Schwert, das im Aikido nebem dem Langstock als Waffe eingesetzt werden kann, verdeckt er die Beine. Dadurch kann der Gegner keine Rückschlüsse auf die genaue Beinposition ziehen. Die sieben Falten, in die er gelegt wird, sollen die sieben Tugenden der Samurai symbolisieren:

  • Jin – Güte
  • Gi – Gerechtigkeit/die rechte Entscheidung
  • Rei – Höflichkeit/Etikette
  • Chi – Weisheit/Intelligenz
  • Shin – Aufrichtigkeit
  • Chu-gi – Loyalität
  • Meiyo – Ehre/Respekt

Hose

Die Hosen sind im Vergleich zum Judo ebenfalls etwas dünner und kürzer, damit man unter der Hakama nicht die weißen Hosenbeine sieht. Auch bei der Aikido Hose sind die Kniebereiche verstärkt, da es oft zu Bewegungen im Knien kommt. Am Bund wird die Hose in der Regel geschnürt.

Der Gürtel (Obi)

Der Gürtel ist immer aus einem kräftigen Stoff gefertigt, zumeist Baumwolle. Üblicherweise ist er 4 cm breit. Oberhalb der Hüfte wird er zweimal um den Körper gewickelt, vorne mit einem Weberknoten (Kreuzknoten) geschlossen.

Wie auch im Judo gibt es Graduierungen.

Die Schüler-Grade sind weiß, gelb, orange, grün, blau, braun und schwarz. Den ersten Dan kann man erst nach Erreichen des 18. Lebensjahres ablegen.

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