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Escrima – Eskrima

Eskrima (auch Escrima) – Kali – Arnis, das sind die gebräuchlichen philippinischen Überbegriffe für “Fechten“. Eine philippinische Kampfkunst, die international mit “FMA” abgekürzt wird, was Filipino Martial Arts bedeutet.

Gibt es Unterschiede?

Eigentlich bedeuten alle drei Begriffe ein und dasselbe, sie haben sich lediglich aus verschiedenen Sprachen entwickelt. Es ist möglich, dass sich die Stile ein wenig unterscheiden, das liegt dann aber eher an der Region bzw. am Lehrmeister, der sie lehrt.

Keine Angst mehr vor Angriffen

Eskrima – Escrima ist eine Form der bewaffneten Kampfkunst aber auch eine äußerst effektive Form der Selbstverteidigung. Auf den Philippinen, wo sie herstammt, wurde mit ihrer Hilfe mit Rafinesse und Schlauheit gegen die in schweren Rüstungen kämpfenden, unverletzlich anmutenden Reiter angekämpft.

Die Rüstungen boten beileibe keinen 100% igen Schutz, denn, um auf den Pferden beweglich zu bleiben, gab es Stellen, die ungeschützt waren. Diese ging man gezielt an.

12 Schwachstellen – 12 Angriffspunkte

Als Waffe wurde ein Rattanstock benutzt und die exakt 12 freiliegenden Stellen attackiert. Der Rattanstock hatte dabei den Vorteil, nicht zu brechen, sondern bestenfalls umzuknicken.

Formen

  • Eskrima gibt es sowohl in der Form, dass mit Waffen wie Rattanstöcken, Holzstöcken und mit stumpfen Schwertern, Palmsticks, Dolchen oder Messern gekämpft wird. Die Waffen dienen quasi als “Verlängerung des Armes”.
  • Es gibt jedoch auch die waffenlose Form, die auf die Entwaffnung des Gegners zielt. Verteidigung gegen einen bewaffneten Angriff, der in jeder Alltagssituation auch mit banalen Gegenständen wie einem Regenschirm, einem Handy, einem Kugelschreiber etc. stattfinden kann.

Hervorragende Kampfsportart für Frauen

Ziel ist es, die Angst vor einem bewaffneten Gegner zu verlieren. Allein das Trainieren von Geschicklichkeit kann schon zu einem Entwaffnen und somit zur Deeskalation führen! Mit Ringen, Boxen und Treten wird dies umgesetzt.

Begonnen wird das Training in der Regel mit einem etwa 60 – 70 cm langen Rattanstock. Schlag- und Tritttechniken kommen hinzu, blocken und kontern. Sie bekommen ein gutes Gefühl für Distanz vermittelt, denn man steht einem Partner gegenüber.

  • Doppelstock-Training

Hier wird Ihr Koordinationsvermögen gefordert. Sie müssen synchron mit beiden Armen arbeiten!

  • Messer-Training

Wachsamkeit, Körperverlagerung und taktiles Training!

  • Waffenloses-Training

Sie wenden Schläge, Würfe, Hebel, Tritte an.

  • Alternatives-Training

Warum nicht gleich in die Praxis umsetzen? Auch Schirme, Kugelschreiber etc. sind Waffen!

Was brauchen Sie?

Zum regelmäßigen Training benötigen Sie einen Stock. Ein Brustschutz ist auch nötig, wenn mit Waffen im Vollkontakt trainiert wird. Ein spezieller Eskrima-Anzug ist von Verein zu Verein Voraussetzung.

Wissenswert

Seit 2010 ist Eskrima offizieller Nationalsport der Philippinen und wird an allen philippinischen Schulen unterrichtet.

Eskrima Ausrüstung

Eskrima Stock