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Hakama

Der Hakama ist das auffälligste Kleidungsstück, das Bestandteil eines “Gi” ist. Ein Hosenrock, der sowohl im Aikido, Kyudo, Iaido als auch Kendo getragen wird.

Woher kommt der Hakama?

In Japan liegt sein Ursprung, denn er wurde von den Samurais getragen, die hoch zu Pferd kämpften. Die langen Hosenröcke (jobo hakama = “Reitkleidung, in die man hineinsteigt”) hatten dabei viele Vorteile.

Wozu diente er?

  • als ganz banaler Schutz der Beine vor Sträuchern und Gestrüpp
  • als Sichtschutz, um die Kampfstellung der Beine zu verbergen, was beim Schwertkampf zu klaren Vorteilen verhalf
  • als Kleidung fürs Tanzen

Wie sieht ein Hakama aus?

Im Grunde ist es ein weiter Rock, der in zwei Hosenbeine geteilt ist, also ein Hosenrock. Er wird mit zwei Bändern an der Hüfte geschnürt. Die Seiten zeigen jeweils einen spitz laufenden Ausschnitt und teilen ihn in Vorder- und Rückseite.

Das Auffälligste beim Hakama sind sicher die genau vorgeschriebenen sieben Falten, in die er gelegt werden muss: Fünf Falten auf der Vorderseite und zwei Falten auf der Rückseite.

Sie versinnbildichen die ethnischen Werte im Leben.

  • Jin (Güte)
  • Gi (Ehrgefühl, Pflichtbewußtsein)
  • Rei (gutes Benehmen / Etikette, Respekt)
  • Chi (Weisheit und Intelligenz)
  • Shin (Aufrichtigkeit)
  • Chu (Loyalität)

Wer einen Hakama trägt, geht eine Verpflichtung ein. Oberste Pflicht ist, dem Hakama Respekt zu zollen, seine Tradition zu kennen, ihn zu pflegen und den “Weg des Kriegers” zu gehen – Bushido. Jeder Budo-Kämpfer ist daher verpflichtet, durch die dauernde Übung auch außerhalb des Dojos diese sieben Tugenden zu perfektionieren.

Welche Farbe hat er?

Die traditionelle und gängigste Farbe ist schwarz (meist für die “Danen”) oder dunkelblau. Weiß trägt man eher selten, denn er schmutzt durch die vielen Bodenkämpfe sehr schnell ein.

Aus welchem Material ist er gefertigt?

  • Reine Baumwolle

- bei guter Verarbeitung sehr haltbar
- nimmt den Schweiß gut auf, riecht daher nicht so schnell
- hautfreundlich
- gut zu waschen – am besten per Handwäsche in der Badewanne
- Nachteil: bügelt sich relativ schwer. Tipp: Falten an Innen- und Außenkante abnähen. Spart eine Menge Arbeit, da die Falten bei der Wäsche somit leichter in Form bleiben.
- guter Schutz vor “Brandverletzungen” (Hautabschürfungen)
- im Winter schön warm für die Beine in kalten Hallen
- Nachteil: braucht seine Zeit zum Trocknen, recht schwer, im Sommer sehr warm

  • Polyester / Polyestermischgewebe

- Falten halten besser
- trocknet nach dem Waschen schneller
- dünner als Baumwolle
- kann aber auch leicht “billig” aussehen
- oft fehlt der “Wohlfühl-Faktor”

Zahlreiche Pflegetipps finden Sie übrigens auf unserer Seite “Kendo Gi“.

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