Karateanzug
Die Philosophie
“Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.”
„Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern liegt in der Vervollkommnung des Charakters des Ausübenden.“
Die Kleidung – Karategi
Jeder Karateka trägt einen Karate-Gi. Er besteht aus einer Hose (Zubon) mit einem Schnür-Elastikbund und einer Jacke (Uwagi) mit gefärbtem Gürtel (Obi). Traditionell ist er aus weißem Baumwollgewebe gefertigt und ähnelt auf dem ersten Blick dem Judoanzug. Doch schon beim Anfassen können Sie auf Anhieb den Unterschied feststellen: Er ist wesentlich dünner als ein Judoanzug, da die Belastung, die auf ihn wirkt, erheblich geringer ist.
Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Karateanzügen.
Karateanzug für Kata
- Sehr weit geschnittene Arme
mit einem “Rock” (Stoff oberhalb des Gürtels), der sehr lang ist.
Stoffgewicht etwa 12 – 16 Unzen (Stoffgewicht pro qm).
“Peitscheneffekt” oder “Knalleffekt” bei schnell ausgeführten Bewegungen
Karateanzug für Kumite
1. Vollkontaktsystem
- schweres Material (12 – 16 Unzen)
Arme kurz geschnitten (Griffe an den Anzug sind erlaubt)
2. Semikontaktsystem
- leichter Anzug aus luftigem Mischgewebe (vgl. Taekwondoanzug)
“bremst” keine schnellen Hand- und Beintechniken
lange Arme und Beine
Jacke kürzer
Karateanzug im europäischen Schnitt
- für normales Training
lang geschnittene Arme und Beine
“Rock” etwas kürzer
Für Wettkämpfe auf Regional-, Landes-, Bundes- oder internationaler Ebene sind Karateanzüge in der Regel vorgeschrieben. Für das Training sind sie jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.
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