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Kendo Jacke

Was ist Kendo?

Ich zitiere einen Ausspruch, der es mit ein paar Schlagworten präzise umschreibt:
“Sport! Laut! Fordernd! Pure Einstellungsache! Vollkontakt! Rücksichtnahme! Anders!”

Kendo ist vielfältig,

denn es ist Kampfkunst, Sport und gleichermaßen Lebenseinstellung. Man kann es wörtlich mit “Der Weg des Schwertes” übersetzen. Diese japanische Kampfsportart hat ihren Ursprung im 12./13. Jahrhundert und wurde in Japan zu der Hauptwaffe der Kriegerkaste, den Samurai. Das japanische Schwert, das Katana, ist bis heute eine der ausgefeiltesten Schnittwaffen. Es war nur der Kriegerkaste der Samurai zu Tragen erlaubt, die einen strengen Ehrenkodex, den so genannten Bushido hatten.

Die Übung in Geduld und Konzentration war genauso wichtig wie die physische Geschicklichkeit im Umgang mit dem Schwert.

Wie kleidet sich der Kendoka?

Wer mit Kendo beginnt benötigt zu Beginn eine Jacke (Uwagi/Keiko Gi), die meist indigoblau ist, und einen gefalteten, eingeschnittenen Hosenrock (Hakama) besitzt. Dieser ist in sieben Falten gelegt, und jede der Falten steht für eine spezielle Samurai-Tugend.

Der Keiko Gi ist in den meisten Fällen eng bestickt, damit der Körper unversehrt bleibt, falls doch einmal ein Schlag daneben gehen sollte. Der Rock sitzt eng an den Hüften und ist hinten etwas weiter geschnitten. Die Jacke wird immer als erstes angelegt, dann folgt der Rock.

Je nach Größe und Qualität kostet ein Keiko Gi zwischen 100 und 300 Euro. Der Hakama ist in etwa zum gleichen Preis erhältlich.

Ist der Kämpfer etwas fortgeschrittener (meist nach einem halben Jahr), wird er dann die traditionelle Kleidung der Samurai tragen.
Dazu kommt in Anlehnung an die früheren Rüstungen eine Schutzausrüstung (Bogu), die aus einem Kopfschutz/Helm (Men), zwei Handschuhen (Kote), einem Brustpanzer (Do) und einem Lendenschutz (Tare) besteht , um das Verletzungsrisiko bei vollem Einsatz auszuschließen. Die Materialien der restlichen Ausrüstung sind aus gesteppter Wolle und mit Lederverstärkung gefertigt. Unter dem Men trägt man ein Tenugui, das ist ein rechteckiges Kopftuch aus dünnem Baumwollstoff. Es nimmt den Schweiß auf, polstert den Kopf und verhindert, dass die Haare ins Gesicht fallen.

Mit welchen Waffen wird gekämpft?

Mit einem Bambusstock oder Holzschwert (Shinai) werden genau festgelegte Angriffe und Paraden ausgeführt, denn es sind heutzutage nur noch wenige Trefferflächen erlaubt.

Shinai

Das Shinai ist aus vier Bambusstreben zusammengesetzt, die durch einen Ledermantel am Griff und einer Kappe auf der Spitze zusammengehalten werden. Die vier Bambusstreben lassen sich biegen, wodurch das Shinai weniger gefährlich als eine Waffe aus Stahl oder Holz ist. In der Regel ist es 118cm lang.

Mit dem Shinai wird versucht, entscheidende Ziele am Körper des Gegners zu treffen: Kopf, Kehle, Handgelenke oder den Bauch. Dass hierzu ausdauernde Übungen der Grundtechniken nötig sind, steht außer Frage! In der Kata werden nach abgesprochenen Muster Kampfsituationen trainiert, die das Ziel haben, eine saubere Technik, die Treffsicherheit und schließlich besondere Methoden des Angriffs und Gegenangriffs zu üben.

Was bringt mir Kendo?

  • Körperbeherrschung und Ausdauersteigerung
  • Schärfen der Reflexe und Schnelligkeit
  • Muskulaturaufbau
  • Charakterschulung
  • Erhöhung der Entschlusskraft und Konzentrationsfähigkeit
  • Wettkampfgeist
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Respekt vor dem Mitmenschen

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