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Kickboxen

Dynamisch, vielfältig, jung, schnell

Was ist Kickboxen?

Viele denken, wenn sie den Begriff “Kickboxen” hören an brutale Schlägereien, die von pseudo-kriminellen Straßenkämpfern nur zum Zweck des Niederschlagens benutzt werden. Doch dieses Vorurteil, das von einigen Medien über Jahre hin aus mehr oder weniger kommerziellen Zwecken geschürt wurde, trifft absolut nicht zu.

Kickboxen ist eine relativ junge Sportart, die sich im Grunde erst Ende der Sechziger Jahre entwickelt hat. Aus der Verbindung der Kampfsportarten Karate, Thai-Boxen, Kung Fu und Taekwondo mit dem klassischen Boxen entstand eine neue Kampfsportart, in der Kraft, Ausdauer, Kondition und Beweglichkeit zählt.

Anders als beim Boxen werden hier zusätzlich zu den Oberkörpertechniken auch Fußtechniken der asiatischen Kampfsportarten angewendet. Kaum eine Sportart beansprucht den gesamten Organismus so umfassend wie das Kickboxen. Alle effektiven Kampftechniken kommen hier zum Einsatz und machen diesen Kampfsport gleichermaßen zu einer der wirksamsten Selbstverteidigungsarten.

Ist Kickboxen nicht viel zu gefährlich?

Offizielle Statistiken belegen, dass das Verletzungsrisiko niedriger ist als bei anderen Wettkampf-Disziplinen. Es rangiert weit hinter Fußball, Basketball und Handball. Nicht zuletzt auch Dank der guten Schutzausrüstungen, die vorgeschrieben sind.

Welche Schutzausrüstungen gibt es?

Die wichtigste Grundregel beim Kampfsport ist der Schutz der eigenen Gesundheit und der des Gegners. Daher ist es unerlässlich, geeignete Schutzausrüstung zu tragen. Hierzu zählen:

Tiefschutz, Mundschutz, Kopfschutz, Fußbandagen, Boxhandschuhe mit Bandagen und evtl. Schienbeinschützer.

Welche Boxhandschuhe trägt ein Kickboxer?

Zum Training mit einem Partner empfehlen sich weiche 10 – 14 OZ Boxhandschuhe. Bandagen um Hand- und Fingergelenke schützen vor Verletzungen.

Welche Voraussetzungen muss ich fürs Kickboxen erfüllen?

- Fitness – Sie wird durch intensives Ausdauertraining erlangt. Gelenkigkeit und Koordination werden ebenso wie Kraft und Schnelligkeit trainiert. Sie sollten Freude an der Bewegung haben.

Sie trainieren nicht nur den ganzen Körper, sondern Sie trainieren auch Ihren Geist, denn Konzentration und Atemtechniken sind Grundvoraussetzungen, um in einem Wettkampf bestehen zu können.

Männerdomäne?

Kickboxen ist keine reine Männerdomäne. Er hilft gerade Frauen dabei, Hemmungen abzubauen, über ihren Schatten zu springen und anerzogene Verhaltensmuster abzulegen.

Angst vor Schmerzen kann man besiegen, indem man sich wehrt und schützt. Vordefinierte Schläge und Tritte werden durch klar definierte Abwehrtechniken geblockt.

Welche Wettkampfdisziplinen gibt es?

  • Semikontakt

Wie beim Fechtsport wird nach jedem gültigen Treffer der Kampf unterbrochen. Es erfolgt eine Punktevergabe durch die Wertungsrichter. Es darf nur mit leichtem Kontakt getroffen werden, die Treffer dürfen nicht zu hart ausfallen. Der Semikontakt-Kampf gleicht sehr stark dem traditionellen Karate, es wird jedoch mit Schutzausrüstung gekämpft.

  • Leichtkontakt

Hier werden die Techniken nicht mit voller Kraft ausgeführt. Gewertet werden kontrollierte und saubere Techniken. Es wird in 2 Runden zu 2 Minuten ohne Unterbrechung gekämpft. Geleitet wird der Kampf von einem Kampfrichter, drei Punktrichter bewerten ihn. Es gibt hierbei keinen KO-Sieg.

  • Vollkontakt

Die “Königsdisziplin”, in der die Techniken mit voller Kraft ausgeführt werden. Amateure kämpfen in drei Runden zu 2 Minuten. Der Kampf endet entweder durch einen KO- oder Punktesieg. Hier zählen Kondition, starker Wille, Mut, Technik, Taktik und der Gesamteindruck.

Eine weitere Variante:

  • Fitness-Kickboxen

Auch Tai-Bo genannt, ist das Fitness-Kickboxen ein ideales Training für das Selbstbewusstsein und gleichzeitig zur Selbstverteidigung. Es ist verletzungsfrei, da bewusst auf das Sparring verzichtet wird. Zum Work-Out Training gehört das Schlagpolster und der Boxsack – eine schweißtreibende Kombination aus Fitnessprogramm, Kraft, Ausdauer, Spaß und Stressabbau.

Die Welt der Promis hat das Fitness-Kickboxen schon für sich entdeckt. In einer Welt, in der makellose Körper zählen, wird Fitness groß geschrieben. Claudia Schiffer und Jennifer Lopez verdanken ihre Figur nicht zuletzt einem guten Fitness-Kickbox-Training!

Gibt es Gürtelprüfungen?

Es besteht die Möglichkeit, an jährlich stattfindenden Gürtelprüfungen teilzunehmen. Schülergrade sind weiß bis braun, Meistergrade (Dan) sind schwarz.

Gibt es spezielle Kickbox-Bekleidung?

Am Anfang reicht ein kurzärmliges T-Shirt und eine lange Trainingshose. Später wird eine spezielle Kampf-Schutzausrüstung erforderlich.

Die Kickbox-Hose sollte starke Nähte haben und einen großen Zwickel besitzen, der eine hohe Beinfreiheit im Schrittbereich bietet. So kann auch der vorgeschriebene Tiefschutz optimal getragen werden.

An welchen Geräten wird trainiert?

Zum Kickbox Training gehören Trainingsgeräte wie Boxsack, Standboxsack, Speedball, Pratzen, Schlagpolster und auch das das altbewährte Springseil.

Hier ein Trainingsvideo

Kickboxen Ausrüstung

Brustschutz
Faustschutz
Boxdummy

Kickboxen Bekleidung

Kickboxhose