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Kugelhantel

“Kanonenkugel” mit Haltegriff

Sie sehen schon etwas urig aus. Museal, antik, zeitfremd. Und doch…. Diese “Kanonen” werden schon seit Hunderten von Jahren im Krafttraining eingesetzt.

Wenn ich diese Rundhanteln sehe, kommt mir gleich das Bild eines Trikot tragenden, muskelbepackten Sportlers mit Schnauzbart und schwarzen, streng nach hinten gekämmten Haare in den Sinn. Ich sehe ihn vor mir, wie er auf einem “deutschen” Turnfest in einer Riege stolzer Gleichgesinnter diese schweren Kugeln in die Luft wirft und wieder auffängt.

Was sind Kugelhanteln?

Die “Kettlebells”, wie sie auch genannt werden, sind schlichtweg schwere, runde Gewichte, die einen Haltegriff haben. Lächerlich sind sie keineswegs! Mit diesem bewährten Traditionsgerät lassen sich ganze Muskelgruppen des Körpers ansprechen, denn die Rundhanteln gehören zu den “freien” Gewichten. Gerade der untere Rücken- und Hüftbereich lässt sich hervorragend trainieren.

Woher stammen die Kugelhanteln?

Ursprünglich wohl aus dem chinesischen Grenzgebiet. Besonders in Russland spielten sie früher und noch heute in der militärischen Ausbildung eine große Rolle. Nach Deutschland kam sie Ende des 19. Jahrhunderts und diente schon frühzeitig den Kraftsportlern zum Muskelaufbau. Neu entdeckt wurde die Kugelhantel dann wieder in Amerika, wo sie heute einen richtigen Kultstatus erlangt hat.

Wie schwer ist eine Kugelhantel?

Die Kugeln sind in den Gewichtsvarianten von 4 – 32 kg erhältlich und haben einen Durchmesser von ca. 20 – 40 cm. Die traditionelle Gewichtsgrößen betragen 16, 24 und 32 kg. Anfänger sind in der Regel mit einer 12kg Kugel gut beraten.

Aus welchem Material bestehen sie?

Kugelhanteln sind aus feinporigem, lackierten Gusseisen oder Schmiedeeisen gefertigt.

Welche Übungen lassen sich mit der Kugelhantel machen?

Viele Übungsvariationen, die sich mit der Kugelhantel durchführen lassen, sind mit herkömmlichen Kurz- oder Langhanteln nicht durchzuführen. Sie sind wesentlich komplexer. Insbesondere die schnellen, schwungbetonten Übungen, wie das Schwingen zwischen den Beinen, ist einzigartig. Koordination, Beweglichkeit und Kraft sind gefragt. Der Schwerpunkt der Hantel liegt nicht in der Hand, so dass auch ganz anders stabilisiert werden muss. Das wiederum stärkt die Stützmuskulatur im gesamten Körper.

Klassische Übungen sind Swings, Clean&Press und Snatches. Hier kommt die Kraft aus Beinen, Rücken, Hüfte und Rumpf. Beim Drücken eher aus Schulter, Trizeps und Brust. Generell können Kettlebells auch für Übungen eingesetzt werden, die man normalerweise mit der Kurzhantel machen würde. Bei Ringern und Kraftsportlern sind sie sehr beliebt, weil hier funktionelle Kraft gebraucht wird.

Fazit:

Workout ohne Hightech. Vernachlässigte Muskelpartien kommen zum Einsatz. Rücken, Gesäß, Oberschenkel und Rumpf werden gefordert. Wissenschaftliche Tests, die bei russischen Soldaten gemacht wurden, die noch heute regelmäßig mit den Kugelhanteln trainieren, zeigten, dass die Soldaten, die mit den Hanteln trainierten, anschließend länger und schneller laufen konnten als ihre Kameraden, die nicht mit den Kugelhanteln trainiert hatten.

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