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Kung Fu

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Hollywood machts möglich

Mit Kwai Chang Caine (gespielt von David Carradine in den 70ern),  hat Kung Fu im Grunde herzlich wenig zu tun. Ein Shaolin-Mönch als Westernheld ist schon ziemlich weit her geholt. Auch ist Kung Fu kein Oberbegriff für chinesische Kampfkünste, wie man immer wieder suggeriert bekommt. Es bedeutet eigentlich schlichtweg: „Etwas durch harte und geduldige Arbeit Erreichtes“.

Bleiben wir im chinesischen Sprachgebrauch, dann kann man mit “Kung Fu” sagen, dass jemand eine bestimmte Fähigkeit – egal was! – sehr gut beherrscht. “Kung” – ist die Errungenschaft, “Fu” ist der Mensch.

Der eigentliche chinesische Oberbegriff für Kampfkunst ist “Wushu” oder “Guoshu“.  Kung Fu wurde in seiner Urform als Quelle der Meditation (auch als Mittel, um beim langen Meditieren wach zu bleiben!), der Fitness und zum Zweck der Selbstverteidigung – meistens gegen wilde Tiere – genutzt.

“Judo Kid”

Im Sommer 2010 lief der Film “Karate Kid” an. Doch eigentlich ist der Titel völlig irreführend. Jaden Smith, der Sohnemann von Will Smith, übt sich tatsächlich im traditionellen Kung Fu, das konnte jeder Kenner sofort feststellen.

  • Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Diese fünf Symbole = fünf taoistischen Elemente, erhalten im Kung Fu eine tragende Rolle. Ein Symbol für das Holz ist hierbei der Stock, das Feuer spiegelt sich im Speer wieder, die Hand ist das Spiegelbild der Erde, ein Säbel bedeutet Metall, das Schwert stellt das Wasser dar.

Es gibt mittlerweile 500 und mehr verschiedene Kung Fu Stile, die häufig verschiedenen Tieren nachempfunden wurden. Traditionell lassen sich nördliche und südliche – innere und äußere Stile unterscheiden, die da sind:

Mantis, Adlerklaue (Ying Zhao), Wudang, Chang Quan, Hung Gar, Bak Hok, Taijiquan, Shaolin Kung Fu, Chin Woo, Wing chun usf. Es sollte jeder für sich selbst entscheiden, was ihm wichtig ist. Außerdem sollte man schauen, was in der Nähe auch angeboten wird.

Die Techniken – gerade beim Shaolin – sind dem klassischen Karate recht ähnlich. Es gibt vergleichbare Grundstellungen, Faustangriffe und Blocktechniken – kraftvoll und wirksam.

  • Kleidung

In China steigen schon Kinder unter fünf Jahren ins Kung Fu Training ein. Üblich sind eine leichte, nicht einengende Hose und eine Jacke.

Als Schuhe sind leichte Segeltuchschuhe zu empfehlen, in der Regel wird jedoch besser barfuß gekämpft.

Die Farbe der Kleidung kann in manchen Schulen etwas über die Rangstellung aussagen. So ist dem Meister üblicherweise die Farbe schwarz vorbehalten, der Schüler dagegen trägt weiß, der Meisterschüler rot oder gelb.

Das Gürtelsystem wurde in Europa nach und nach eingeführt. Es gibt wie bei nahezu allen Kampfsportarten eine Graduierung nach Farben. Weiss, gelb, orange, grün, violett, braun und schwarz. Schwarz ist die Farbe der Meistergürtel, danach beginnen die Dan- Grade.

  • Waffen (Mo Hay)

Da Kung Fu nicht nur eine Kampftechnik der Arme und Beine ist, werden auch verschiedene Waffen eingesetzt. Zu nennen sind Stöcke (Shang-tou) – meist so lang wie die Körpergröße des Kämpfenden misst -, Stab (Gun), zweischneidiges Schwert (Kien), Säbel (Ta Tao, Do), Lanze (Chiang), Peitsche (Qing Bian). Wer diese Waffenkunst beherrscht, kann seine Fähigkeiten auch auf Gegenstände des Alltags übertragen: Man sollte die Wirksamkeit eines Spazierstockes oder Regenschirmes in der Effektivität der Verteidigung nicht unterschätzen!

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1 Kommentar »

  • Olaf sagt:

    Eigentlich ein ganz netter Artikel. Leider gibt es ein paar kleine inhaltliche Mängel:

    Erstens: die Shaolin-Mönche haben keineswegs “die ersten Formen” erfunden. Die Kampfkunst wurde in China schon deutlich länger gepflegt. Die Legende von Bodhidharma, der die Kampfkunst ins Shaolin-Kloster eingeführt haben soll, spielt 495 n.Chr. Die ersten Berichte über die Kampfkunst sind einige Jahrhunderte älter. Trotzdem sollen der Legende nach die allermeisten heute geübten Stile auf das Shaolin Kung Fu zurückgehen. Unter Historikern ist das allerdings stark umstritten.

    Zweitens gibt es kein “Thai Chi Chuan Kung Fu”, sondern nur “Tai Chi Chuan”, oder besser “Taijiquan” (in Pinyin-Transkription). Tai Chi Chuan hat nichts mit Thaiboxen zu tun.

    Und drittens gibt es keine dem Karate vergleichare Uniform. Üblich sind eine leichte, nicht einengende Hose und Jacke und Segeltuchschuhe, aber die Farbe ist nicht festgelegt. In manchen Schulen sagt die Farbe der Kleidung etwas über die Stellung innerhalb der Schule, beispielsweise tragen nur die Meister schwarz, die Schüler weiss, und die Meisterschüler rot oder gelb.

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