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Makiwara

“Das Brett der Weisheit”

So lautet der Spitzname dieses Trainingsgerätes.

Was ist ein Makiwara?

“Maki” kann man übersetzen mit “Stroh” und “wari” mit “aufrollen”. Ein Makiwara ist ein Schlagpfosten, auf dem traditionell ein aufgerolltes Reis-Strohpaket befestigt ist (heutzutage benutzt man in aller Regel kein Stroh mehr!). Dieser Schlagpfosten wurde am unteren Ende in den Boden eingegraben, dadurch schwang er, wenn man dagegen schlug. Es diente von jeher der Abhärtung der Fäuste und Füße.

Später wurde die Variante entwickelt, das Makiwara an eine Wand zu stellen, damit es nicht mehr schwingen konnte. Die Schläge trafen dadurch wesentlich härter auf.

Aus Japan in die heimischen Trainingsräume

Heutzutage sind die Makiwara natürlich wesentlich komfortabler. Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen.

Die Holzpfosten sind meist aus japanischer Buche, das Schlagpolster aus Leder gefertigt. Als Stabilisator dient oft eine gußeiserne Bodenplatte, die man mit Bodenankern im Boden verschrauben kann. Die federnde Eigenschaft kann durch eingesetzte Federn verstärkt werden.

Als Variante gibt es auch die platzsparendere Lösung, nämlich das Wandmakiwara. Dieses wird mit Hilfe von 4 Dübeln direkt an der Wand verschraubt. Das Makiwara kann abgenommen und problemlos wieder aufgehängt werden. Hierbei ist jedoch unbedingt die Eignung der Wände zu prüfen!

Eine weitere Variante besteht in einem kleineren gepolsterten Brett, das man an einem Seil aufhängen kann, ähnlich wie ein Speedball. Es dient überwiegend dem Fußtraining.

Das eigentliche Schlagpolster besteht nur noch selten aus gewickeltem Reisstroh sondern hauptsächlich aus Leder oder Leinentuch mit einer dünnen Schaumstoffpolsterung.

Wozu dient das Makiwara?

Besonders im Karate-Training wird das Makiwara eingesetzt. Es dient, ähnlich wie der Boxsack oder die Pratze dem Training der Technik unter Kontakt. Es unterscheidet sich aber aufgrund seiner Bauart und physikalischen Eigenschaften erheblich und bietet ganz andere Möglichkeiten.

Im Kampfsport sollte jeder Treffer Wirkung zeigen. Denn meist kann schon ein richtig gesetzter Treffer einen Kampf beenden. Dazu muss jedoch die Schlagkraft gezielt trainiert werden, was oft Jahre dauert. Eine einfache Möglichkeit, diese Zeit zu verkürzen, ist das Training mit einem Makiwara.

Es hilft die Muskulatur, Bänder und Gelenke zu stärken und außerdem vermittelt es ein Gefühl für das richtige Auftreffen eines harten Schlages und die Kraft, die dahinter steckt. Man kann seine Schlagtechniken optimieren und die Energieübertragung perfektionieren.

Anleitung

Vor dem ersten Training mit einem Makiwara sollten Sie sich Anleitung eines Trainers holen, damit Sie kein Verletzungsrisiko eingehen.

Kinder sollten noch nicht mit einem Makiwara sondern mit leichten Boxsäcken oder einem Punching Ball trainieren!

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