Kampfsport Hauptseite » Tai Chi

Tai Chi

Auch als Taijiquan, Wasser- oder Schattenboxen bezeichnet, ist das Tai Chi eine chinesische Kampfkunst, die heutzutage bereits von mehreren Millionen Menschen praktiziert wird. Sie zählt damit zu den am häufigsten ausgeübten Kampfkünsten. Im Herkunftsland China ist Tai Chi ein Volkssport. Man sieht in den Morgenstunden tausende Menschen, die sich in den langsamen, fließenden Übungen bewegen, die mehr einem Tanz gleichen.

Bei den Europäern erweckte dieses Bild den Eindruck, als würden diese Menschen mit einem unsichtbaren Gegenüger ringen, darum nannten sie es “Schattenboxen”. In einer Art Choreografie werden verschiedene, fließend ineinander übergehende Körperabfolgen (Bilder) dargestellt.

Kampf zwischen Kranich und Schlange

Die Bilder tragen dabei poetische Namen wie “Der Kranich breitet seine Schwingen aus” oder “die Laute spielen”. Es dient der Gymnastik gleichermaßen wie der Meditation und Persönlichkeitsentwicklung.

Der Mensch wird auf der Erde geboren aber sein Leben hängt vom Himmel ab, sagen die Chinesen. Sie integrieren ihre taoistische Sichtweise in ihre Lebensführung. Die Kräfte des Himmels und der Erde werden bewusst verbunden und sich zunutze gemacht.

Verschiedene Basisübungen und Einzelbewegungen, Atem- und Standübungen sowie die Meditation werden in den betreibenden Schulen gelehrt. Der Körper soll sich voll entspannen, die Gelenke gelockert werden, so dass eine Körperhaltung gefunden wird, de ungünstige Gelenkbelastungen vermeidet.

Weg zur inneren Harmonie

Es gibt beim Tai Chi keine Kraft- oder Schnelligkeitsübungen. Die Bewegungen sollen mit einem Minimum an Kraft aber dafür möglichst korrekt durchgeführt werden. Die Kraft des Gegners wird aufgefangen und wieder gegen ihn selbst eingesetzt. Ein Gespür und Geschick wird erlernt, sich dem Stil des Partners anzupassen, um die angreifende Kraft sinnvoll umzulenken. Nur die tatsächlich benötigten Muskeln werden angespannt – die übrigen Muskeln befinden sich in einer Art Ruhestellung.

Tiefes, fließendes Atmen unterstützt den Einsatz und die Wirkung der Kraft.

Körper und Geist im Kampf gegen Rückenschmerzen

Tai Chi zu lernen bedeutet, einen gleichmäßigen Fortschritt in der Übung von Körper und Geist zu erzielen. Durch den besonderen Wert, der auf die Körperhaltung gelegt wird, hat das Tai Chi sehr positive Auswirkungen auf Rückenschmerzen. Die angestrebte Haltung ist aufgerichtet und entspannt. Haltungsfehler werden erkannt und können korrigiert werden. Durch die Übungen wird die Rückenmuskulatur gestärkt und damit die Wirbelsäule entlastet.

Durch das Lernen des richtigen Atmens, einer tiefen Bauchatmung, kommt es zu einer großen Entspannung des Körpers, was auch zum Stressabbau führt. Die Reizbarkeit und die Aggressionen nehmen ab, das Lebensgefühl steigt.

Verschiedene Studien mit Arthrosepatienen liegen vor, die eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit nachweisen.

Üblicherweise ist das Tai Chi waffenlos, doch es gibt auch Waffen- und Geräteformen, die allerdings erst für die fortgeschrittenen Schüler angeboten werden.

Yin und Yang

Tai Chi fördert die innere und äußere Entspannung und erhöht in jedem Übungsstadium das seelische und körperliche Wohlbefinden.

Tai Chi Ausrüstung

Tai Chi Schwert

Tai Chi Bekleidung

Tai Chi Anzug