Sie sind hier: Kampfsport Portal » Ausrüstung » Wandsack

Wandsack

Eine gute Möglichkeit, um auch zu Hause ohne Partner weiter zu trainieren, ist das Training mit einem Wandsack.

Beschreibung

Ein Wandsack wird für das Schlagtraining benutzt und ist in der Regel aus Segeltuch gefertigt. Er kann in mehrere Kammern unterteilt sein, die beliebig befüllt und anschließend mit Reisverschlüssen bequem verschlossen werden. Aufgehängt wird er mittels starker Ösen an der Wand, wobei die Größe je nach Ausführung unterschiedlich ist.

Welches Füllmaterial ist zu empfehlen?

Der Härtegrad des Wandsackes kann durch das Füllmaterial variiert werden. Hier gilt die Faustregel:

Je feinkörniger umso härter, je grobkörniger desto weicher.

  • Getrockneter Mais oder Erbsen bieten eine weiche, Reis eine mittlere und Sand die härteste Füllungsmethode. Aber auch Mischungen sind durchaus geeignet.

Sebastian aus Düsseldorf schrieb uns dazu:

“Also ich habe bei der Fülung die besten Erfahrungen mit einer Mischung 3:1 aus Reis und Schaumstoffresten aus dem Polstergeschäft gemacht. Ein guter Tipp ist auch noch: Ich klebe die Reißverschlüsse auf der Rückseite mit Schaumstoff ab, damit diese nicht durchscheuern.”

Vorteil des mehrteiligen Wandsackes?

Bei einem einteiligen Wandsack besteht die Gefahr, dass sich die Füllung mit der Zeit nach unten absetzt. Der Mehrteilige ist durch das Kammersystem dagegen formstabiler. Er markiert außerdem den Oberkörper und Unterkörper eines Gegners und behält im oberen Bereich durch die Trennung die Füllung bei.

Wie befestige ich den Wandsack?

  • Er kann mittels starker Hakenschrauben und Dübeln (Baumarkt) an der Wand befestigt werden. Die Höhe sollte so gewählt werden, dass Sie bequem auf das mittlere Drittel schlagen könne, die obere Fläche sollte auf Gesichtshöhe sein.
  • Verstellbarkeit kann man mit Hakenschrauben, die Sie höher an der Wand befestigen, erreichen. Zwei Stahlketten werden durch die Wandsackösen gezogen – und fertig ist eine variable, höhenverstellbare Halterung geschaffen.

Tipp: Suchen Sie sich eine Außenwand für die Aufhängung aus, das dämpft das Schlaggeräusch! Eine zusätzliche Schaumstoffmatte dämmt ebenfalls.

Welche Übungen kann ich am Wandsack machen?

Primär kommt es nicht darauf an, den Wandsack so häufig wie möglich zu treffen, sondern er soll helfen, die Schlagkraft und die Schlaggeschwindigkeit zu erhöhen. Neben dem Fauststoßtraining lassen sich auch viele andere Techniken sehr gut üben, wie Handinnenflächenstoß, Doppelfauststoß, Handkantenschlag, der Schulterstoß, Knietechniken und das Training von Tritten etc.

Trainingsvorschlag:

  • Einzelne Fauststöße  in verschiedenen Höhen (Anfänger achten daruf, nicht das Handgelenk abzuknicken und korrekte Ellbogenposition zu halten!)
  • Lockere Kettenfauststöße (KFS) (darauf achten, dass die Arme nicht bremsend gegeneinander schleifen), beginnend mit 3er Serien
  • Wiederholungen mit 5er und 7er Serien mit maximaler Schlagkraft (ungerade Zahlen wählen, damit abwechselnd links und rechts nach vorn kommen)
  • Kettenfauststöße auf Zeit
  • Abwechselnd Nierenhaken mit 40 – 50 Wiederholungen (mit und ohne Wendung / Gewichtsverlagerung)
  • Ellbogen-, Kniestoß-, Hakenkombinationen.
  • Auflockerungsübungen an der Klimmzugstange oder dem Sprungseil zwischen den einzelnen Trainingseinheiten.
  • Wer dann noch Laune hat, kann am Makiwara Fauststöße und Ellbogenstöße mit voller Schlagkraft anschließen.

Tipp

Vor allem bei längeren Trainingseinheiten kann die Muskulatur erschlaffen, so dass das Verletzungsrisiko steigt. Darum gilt: Gelenke stabilisieren und Handgelenksbandagen tragen!

Das könnte dich auch interessieren:

    • Boxsack Junior
      Früh übt sich, wer ein guter Boxer werden will. Und dafür braucht man natürlich das passende Trainingsgerät und die richtige Ausrüstung, die auf kleinere Körper-...

Schreibe jetzt einen Kommentar!

Sie können diese HTML-Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>